Was macht der Wichtel den Rest des Jahres?
Der Wichtel verschwindet – aber wohin?
In der Heiligen Nacht, wenn der Weihnachtsmann seine letzte Runde dreht, werden alle Wichtel zurück zum Nordpol gerufen. Sie haben ihren Job gemacht – die Kinder beobachtet, die Streiche gespielt, die Briefe geschrieben. Jetzt ist es Zeit heimzukehren.
Der Weg zurück dauert ein paar Tage. Wichtel reisen nicht mit dem Schlitten – sie haben eigene, kleinere Transportmittel. Manche fliegen auf dem Rücken von Wintervögeln. Andere reiten auf dem Nordwind. Wie genau, weiß man nicht – Wichtel sprechen nicht darüber.
Was man weiß: Sie kommen an. Und dann beginnt das Leben am Nordpol.
Wenn das Kind fragt wie der Wichtel nach Hause kommt: „Das weiß ich auch nicht genau. Wichtel verraten das nicht. Aber er schafft es immer – jedes Jahr."
Das Leben am Nordpol
Der Nordpol ist kein leerer Ort. Er ist das größte Wichtel-Hauptquartier der Welt – voller Werkstätten, Schlafsäle, Bibliotheken und Übungsräume. Hier leben Hunderte von Wichteln das ganze Jahr über, und jeder hat seinen Platz und seine Aufgabe.
Es gibt Wichtel die Geschenke bauen. Wichtel die Briefe sortieren. Wichtel die die Namenslisten führen – wer war dieses Jahr besonders nett, wer hatte einen schwierigen Tag, wen sollte der Wichtel im nächsten Advent besonders im Blick behalten.
Und dann gibt es die Haus-Wichtel – also die Wichtel die wie unserer bei Familien wohnen. Sie haben eine eigene Abteilung am Nordpol. Dort tauschen sie Ideen aus, lernen neue Streiche, und planen was sie im nächsten Jahr besser machen wollen.
Was der Wichtel den Rest des Jahres tut – Monat für Monat
Beobachtet der Wichtel das Kind das ganze Jahr?
Das ist eine der beliebtesten Fragen – und eine der klügsten. Die ehrliche Antwort: nicht ständig. Wichtel haben viel zu tun am Nordpol. Sie können nicht rund um die Uhr beobachten.
Aber manchmal schaut der Wichtel nach. Wenn etwas Besonderes passiert. Wenn das Kind eine schwierige Zeit hat. Wenn es etwas Schönes erlebt das der Wichtel sich merken möchte für den nächsten Brief.
Man sagt, dass Wichtel besonders gut darin sind, die wirklich wichtigen Momente zu sehen – auch von weit weg. Den Moment in dem ein Kind einem anderen hilft. Den Moment in dem es etwas versucht obwohl es schwer ist. Diese Momente vergisst der Wichtel nicht.
„Ich war den ganzen Sommer am Nordpol. Aber einmal – im Juni, an einem Dienstag – hab ich kurz nachgeschaut. Du hast [etwas Konkretes, das wirklich passiert ist].
Das hab ich mir gemerkt.
– Dein Wichtel"
Notiere dir im Laufe des Jahres ein oder zwei besondere Momente deines Kindes. Im nächsten Advent kann der Wichtel genau darauf Bezug nehmen — das ist der wirkungsvollste Satz in jedem Wichtelbrief.
Die Wichteltür das ganze Jahr
Auch wenn der Wichtel weg ist – die Tür bleibt. Viele Familien lassen die Wichteltür das ganze Jahr hängen, still und geschlossen. Das gibt dem Kind das Gefühl: Hier wohnt jemand. Er ist nur gerade nicht da.
Manche Kinder bringen der Tür im Laufe des Jahres kleine Dinge – einen Stein, eine Blume, ein gemaltes Bild. Der Wichtel findet das. Und er erinnert sich daran.
Die Tür ist nicht nur Dekoration. Sie ist ein Versprechen: Der Wichtel kommt wieder.
Häufige Kinderfragen
Bereit für den nächsten Advent?
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