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Was macht der Wichtel den Rest des Jahres? | Wichtelfreund
– Wichtelwelt –
Wichtelwelt

Was macht der Wichtel den Rest des Jahres?

Lesezeit: 6 Min.
Was macht der Wichtel den Rest des Jahres?
Weihnachten ist vorbei. Der Wichtel ist weg. Und dann kommt die Frage, die fast alle Kinder irgendwann stellen: Was macht der Wichtel eigentlich jetzt – den ganzen Rest des Jahres?

Der Wichtel verschwindet – aber wohin?

In der Heiligen Nacht, wenn der Weihnachtsmann seine letzte Runde dreht, werden alle Wichtel zurück zum Nordpol gerufen. Sie haben ihren Job gemacht – die Kinder beobachtet, die Streiche gespielt, die Briefe geschrieben. Jetzt ist es Zeit heimzukehren.

Der Weg zurück dauert ein paar Tage. Wichtel reisen nicht mit dem Schlitten – sie haben eigene, kleinere Transportmittel. Manche fliegen auf dem Rücken von Wintervögeln. Andere reiten auf dem Nordwind. Wie genau, weiß man nicht – Wichtel sprechen nicht darüber.

Was man weiß: Sie kommen an. Und dann beginnt das Leben am Nordpol.

Wichtel-Tipp

Wenn das Kind fragt wie der Wichtel nach Hause kommt: „Das weiß ich auch nicht genau. Wichtel verraten das nicht. Aber er schafft es immer – jedes Jahr."

Das Leben am Nordpol

Der Nordpol ist kein leerer Ort. Er ist das größte Wichtel-Hauptquartier der Welt – voller Werkstätten, Schlafsäle, Bibliotheken und Übungsräume. Hier leben Hunderte von Wichteln das ganze Jahr über, und jeder hat seinen Platz und seine Aufgabe.

Es gibt Wichtel die Geschenke bauen. Wichtel die Briefe sortieren. Wichtel die die Namenslisten führen – wer war dieses Jahr besonders nett, wer hatte einen schwierigen Tag, wen sollte der Wichtel im nächsten Advent besonders im Blick behalten.

Und dann gibt es die Haus-Wichtel – also die Wichtel die wie unserer bei Familien wohnen. Sie haben eine eigene Abteilung am Nordpol. Dort tauschen sie Ideen aus, lernen neue Streiche, und planen was sie im nächsten Jahr besser machen wollen.

Was der Wichtel den Rest des Jahres tut – Monat für Monat

Januar
Ankommen & Ausruhen
Der Wichtel schläft fast den ganzen Januar. Die Adventszeit ist anstrengend – viele Nächte, viele Streiche, viele Briefe. Januar ist Erholung. Er schläft tief und traumlos in seiner kleinen Koje am Nordpol.
Februar
Berichte schreiben
Jeder Haus-Wichtel schreibt einen Bericht über seine Familie – was er beobachtet hat, welche Streiche besonders gut ankamen, was das Kind im nächsten Jahr vielleicht besonders freuen würde. Diese Berichte werden archiviert.
März
Frühlingstraining
Im März beginnt das Training für neue Streiche. Wichtel lernen voneinander – was hat bei anderen Familien gut funktioniert? Neue Ideen werden ausprobiert und bewertet. Nur die besten kommen in den Streich-Katalog.
April – Juni
Beobachten aus der Ferne
Auch wenn der Wichtel nicht mehr im Haus wohnt – er schaut trotzdem von Zeit zu Zeit nach. Nicht jeden Tag, aber manchmal. Er notiert sich was das Kind erlebt, was es beschäftigt, was es bewegt. Das hilft ihm im nächsten Advent.
Juli – September
Vorbereitung & Planung
Ab Sommer beginnt die konkrete Planung für den nächsten Advent. Welche Streiche, welche Briefe, was hat sich das Kind gewünscht, was hat sich im vergangenen Jahr verändert? Wichtel sind gründlich – das sieht man in den Details.
Oktober
Reisevorbereitungen
Im Oktober packt der Wichtel seinen Koffer. Er wählt was er mitbringt, schreibt erste Briefentwürfe und bereitet sich innerlich auf die Rückkehr vor. Die Aufregung steigt – bei ihm genauso wie beim Kind.
November
Auf dem Weg
Ende November macht sich der Wichtel auf den Weg zurück. Die Reise dauert ein paar Tage – manchmal kommt er pünktlich zum 1. Advent an, manchmal etwas später. Er kommt immer, wenn er kommt.
Dezember
Zuhause
Der Wichtel ist zurück. Er kennt das Haus, er kennt das Kind, er erinnert sich an alles. Und er hat den ganzen Sommer damit verbracht, diesen Advent so gut wie möglich zu machen.

Beobachtet der Wichtel das Kind das ganze Jahr?

Das ist eine der beliebtesten Fragen – und eine der klügsten. Die ehrliche Antwort: nicht ständig. Wichtel haben viel zu tun am Nordpol. Sie können nicht rund um die Uhr beobachten.

Aber manchmal schaut der Wichtel nach. Wenn etwas Besonderes passiert. Wenn das Kind eine schwierige Zeit hat. Wenn es etwas Schönes erlebt das der Wichtel sich merken möchte für den nächsten Brief.

Man sagt, dass Wichtel besonders gut darin sind, die wirklich wichtigen Momente zu sehen – auch von weit weg. Den Moment in dem ein Kind einem anderen hilft. Den Moment in dem es etwas versucht obwohl es schwer ist. Diese Momente vergisst der Wichtel nicht.

Ein Brief den der Wichtel im nächsten Advent schreiben könnte:

„Ich war den ganzen Sommer am Nordpol. Aber einmal – im Juni, an einem Dienstag – hab ich kurz nachgeschaut. Du hast [etwas Konkretes, das wirklich passiert ist].

Das hab ich mir gemerkt.

– Dein Wichtel"
Wichtel-Tipp

Notiere dir im Laufe des Jahres ein oder zwei besondere Momente deines Kindes. Im nächsten Advent kann der Wichtel genau darauf Bezug nehmen — das ist der wirkungsvollste Satz in jedem Wichtelbrief.

Die Wichteltür das ganze Jahr

Auch wenn der Wichtel weg ist – die Tür bleibt. Viele Familien lassen die Wichteltür das ganze Jahr hängen, still und geschlossen. Das gibt dem Kind das Gefühl: Hier wohnt jemand. Er ist nur gerade nicht da.

Manche Kinder bringen der Tür im Laufe des Jahres kleine Dinge – einen Stein, eine Blume, ein gemaltes Bild. Der Wichtel findet das. Und er erinnert sich daran.

Die Tür ist nicht nur Dekoration. Sie ist ein Versprechen: Der Wichtel kommt wieder.

Häufige Kinderfragen

– Was Kinder fragen –
Kann ich dem Wichtel einen Brief schreiben obwohl er weg ist?
Ja – in die Wichtelpost stecken oder vor die Tür legen. Wichtel haben Wege Briefe weiterzuleiten, auch wenn sie nicht mehr da sind. Er liest ihn – irgendwann.
Ist der Wichtel traurig wenn er geht?
Ein bisschen vielleicht. Aber er freut sich auch auf den Nordpol – seine Freunde, seine Werkstatt, seine Koje. Und er weiß: Im nächsten Advent ist er wieder da.
Hat der Wichtel am Nordpol auch Freunde?
Sehr viele. Am Nordpol leben Hunderte von Wichteln. Sie kennen sich alle, essen zusammen, tauschen Geschichten aus. Es ist laut und gemütlich und ein bisschen chaotisch – genau wie der Wichtel selbst.
Kommt immer derselbe Wichtel zurück?
Ja – immer derselbe. Der Wichtel kennt die Familie, erinnert sich an alles. Er würde nie tauschen wollen. Diese Familie gehört zu ihm.
Was passiert wenn wir umziehen?
Der Wichtel findet euch. Er hat den ganzen Sommer Zeit um die neue Adresse herauszufinden. Wichtel sind darin sehr gut – man sagt sie haben einen eingebauten Kompass für ihre Familie.

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– Aus dem Wichtelwald –

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