Wichtelnamen finden – wie heißt euer Wichtel?
Braucht der Wichtel überhaupt einen Namen?
Streng genommen nicht. Viele Familien haben jahrelang einen namenlosen Wichtel – „unser Wichtel" reicht als Bezeichnung völlig. Und das ist auch in Ordnung.
Aber ein Name verändert die Beziehung. Sobald das Kind den Wichtel beim Namen nennen kann, wird aus einer Begegnung eine Freundschaft. Das Kind spricht mit dem Wichtel anders. Es denkt anders über ihn nach. Es fragt sich: Was würde Finn wohl heute Nacht anstellen?
Ein Name gibt dem Wichtel Persönlichkeit. Und Persönlichkeit macht Magie tiefer.
Den Namen im ersten Brief enthüllen lassen — nicht von den Eltern ankündigen. „Übrigens, ich heiße..." am Ende des ersten Briefes wirkt zehnmal stärker als „unser Wichtel heißt Finn".
Wie findet man den richtigen Namen?
Ein guter Wichtelname klingt ein bisschen anders als normale Namen — etwas älter, etwas wärmer, etwas das nach Wald und Winter und langen Nächten klingt. Gleichzeitig sollte er für Kinder leicht auszusprechen sein. Ein Name den das Kind nicht sagen kann, wird nicht benutzt.
Die besten Wichtelnamen haben drei Eigenschaften: Sie sind kurz, sie klingen freundlich, und sie passen zum Charakter des Wichtels in eurer Familie. Ein frecher Wichtel braucht einen anderen Namen als ein besonders bedächtiger.
- Überlegt welchen Charakter euer Wichtel hat — frech, ruhig, abenteuerlustig, verschlafen?
- Schaut euch die Namenslisten unten an und lest sie laut vor — welcher klingt richtig?
- Fragt das Kind nicht direkt — lasst den Namen im ersten Brief auftauchen.
- Bleibt bei dem Namen — Konsequenz macht den Wichtel glaubwürdiger.
- Schreibt den Namen auf — damit alle in der Familie denselben benutzen.
Klassische Wichtelnamen
Diese Namen klingen wie aus alten Geschichten — warm, vertraut und ein bisschen geheimnisvoll.
Skandinavische & nordische Namen
Wichtel haben ihre Wurzeln im Norden – in Skandinavien, wo sie Tomte, Nisse oder Tonttu heißen. Diese Namen klingen nach langen Winternächten, Holzfeuern und alten Wäldern. Besonders schön für Familien die dem Wichtel eine nordische Herkunft geben möchten.
Lustige & kreative Namen
Manche Familien mögen es wenn der Wichtelname schon eine Geschichte erzählt. Diese Namen sind ein bisschen absurder – und genau deshalb unvergesslich.
Namen die das Kind selbst wählt
Eine der schönsten Varianten: Der Wichtel hat noch keinen Namen – und bittet das Kind, ihm einen zu geben. Das ist gleichzeitig ein wunderbarer erster Brief und eine Einladung zur Mitgestaltung.
Ich habe eigentlich noch keinen richtigen Namen. Oder zumindest keinen den ich mag.
Darf ich dich etwas fragen? Wie würdest du mich nennen?
Schreib es auf einen Zettel und leg ihn vor meine Tür. Ich schaue nachts nach.
– Dein (noch namenloser) Wichtel"
Was auch immer das Kind vorschlägt — nimm es an. Ein Kind das seinem Wichtel den Namen „Keks" gegeben hat, wird diesen Wichtel nie vergessen. Der Name ist nicht wichtig. Die Entscheidung ist es.
Den Namen in die Geschichte einbauen
Sobald der Name steht, benutze ihn konsequent. In jedem Brief unterschreibt der Wichtel mit seinem Namen. In Gesprächen sprichst du ihn mit Namen an. Das Kind tut es von allein – und jedes Mal wenn es den Namen benutzt, wird die Beziehung ein bisschen echter.
Besonders schön: Wenn ältere Geschwister oder Großeltern den Namen auch benutzen. „Hat Finn heute Nacht wieder etwas angestellt?" aus dem Mund der Oma macht den Wichtel zur Familienfigur – und damit unsterblich.
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