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Wichtelabschied – wie der Wichtel sich verabschiedet | Wichtelfreund
– Wichtelwelt –
Anleitungen

Wichtelabschied – wie der Wichtel sich verabschiedet

Lesezeit: 7 Min.
Wichtelabschied
Jedes Abenteuer hat ein Ende. Und auch der Wichtel muss irgendwann wieder gehen – leise, wie er gekommen ist. Wie du diesen Abschied so gestaltest, dass er nicht wehtut, sondern noch einmal strahlt.

Wann verabschiedet sich der Wichtel?

Die meisten Wichtel gehen in der Nacht auf den Heiligen Abend oder kurz nach Weihnachten. Manche Familien lassen den Wichtel bis zum Dreikönigstag bleiben – dem 6. Januar, wenn traditionell der Weihnachtsschmuck abgeräumt wird. Das ist ein schöner natürlicher Abschluss.

Es gibt kein Richtig oder Falsch. Der Wichtel geht dann, wenn es für eure Familie passt. Das Wichtigste ist, dass der Abschied genauso durchdacht ist wie der Einzug – denn Kinder erinnern sich an beides.

Wichtel-Tipp

Kündige den Abschied nicht zu früh an. Ein bis zwei Tage Vorwarnung reichen – so hat das Kind Zeit, sich zu verabschieden, ohne wochenlang traurig zu sein.

Wichtelabschied Ideen

Wie bereite ich mein Kind vor?

Am einfachsten lässt du den Wichtel selbst ankündigen. Ein Brief, der ein oder zwei Tage vor dem Abschied erscheint, mit dem Hinweis: „Ich muss bald wieder gehen – aber ich hab mir noch etwas für euch überlegt."

Das gibt dem Kind Zeit, sich zu verabschieden – und lenkt die Aufmerksamkeit auf das, was der Wichtel noch hinterlässt, statt auf seinen Weggang.

So bereite ich den Abschied vor
  1. 1–2 Tage vorher: Ankündigungsbrief des Wichtels – er muss bald weiter.
  2. Am letzten Abend: Ein kleines Abschiedsgeschenk oder ein letzter Streich hinterlassen.
  3. Am Morgen danach: Der Wichtel ist weg – nur der Abschiedsbrief liegt noch da.

Was hinterlässt der Wichtel?

Der Abschied ist umso schöner, wenn der Wichtel nicht einfach verschwindet, sondern etwas zurücklässt. Das kann ganz klein sein – ein Stein, eine Feder, ein Knopf. Etwas, das das Kind aufhebt und aufbewahrt.

Ideen für Abschiedsgeschenke:

  • Ein winziges Dankesgeschenk – ein Wichtelstein, eine kleine Muschel
  • Ein selbst gemaltes Wichtelbild (das du heimlich gezeichnet hast)
  • Ein Foto vom Wichtelleben – als wäre es aus der Wichtelperspektive gemacht
  • Ein Päckchen Wichtelstaub für das nächste Jahr
  • Ein Buch über Wichtel oder Waldgeister
  • Ein letzter Brief, der verspricht wiederzukommen
Wichtelabschied Geschenk

Der Abschiedsbrief – Vorlage

Der Abschiedsbrief ist der emotionale Kern des Endes. Er sollte warm sein, dankbar – und eine leise Hoffnung hinterlassen. Schreibe ihn mit der schwächeren Hand, klein und ein bisschen wackelig.

„Liebe [Name des Kindes],

es ist Zeit. Der Nordpol ruft mich zurück – und ich muss gehen, bevor die Nacht endet.

Ich habe sehr gerne bei euch gewohnt. Ihr habt mich nie gesehen, aber ich habe euch jeden Tag beobachtet. Und ich kann dir sagen: Du bist ein ganz besonderes Kind.

Ich habe dir etwas Kleines dagelassen. Nicht weil ich muss – sondern weil ich möchte, dass du weißt, dass ich wirklich da war.

Wer weiß – vielleicht bin ich nächsten Winter wieder da. Schau einfach mal nach.

Bis dann.
– Dein Wichtel"
Wichtel-Tipp

Lass den Brief auf einem kleinen gefalteten Zettel liegen – nicht auf einem großen Blatt. Winzige Briefe wirken echter. Binde ihn mit einem Faden zusammen.

Was wenn das Kind traurig ist?

Das darf es sein. Trauer um den Wichtel ist ein Zeichen dafür, dass die Magie funktioniert hat. Lass die Trauer zu, ohne sie sofort wegzureden.

Was wirklich hilft: nicht „Er kommt wieder" versprechen, wenn du dir nicht sicher bist. Stattdessen: „Er hat sich gut um uns gekümmert, oder?" Das lenkt den Blick auf das Schöne, das war – nicht auf das, was fehlt.

Und dann gibt es noch die einfachste Antwort der Welt: „Er hat versprochen nachzuschauen. Mal sehen." Das lässt die Tür offen – ohne ein konkretes Versprechen.

Kind liest Wichtelbrief

Wird der Wichtel wiederkommen?

Das entscheidest du. Viele Familien machen die Wichtelzeit zu einer jährlichen Tradition – der Wichtel kommt jeden Advent wieder, erinnert sich an das letzte Jahr und knüpft daran an.

Das Schöne daran: Mit jedem Jahr wächst die Geschichte. Der Wichtel kennt die Familie inzwischen, erinnert sich an Streiche von damals, weiß wie das Kind heißt und was es mag. Das macht die Magie mit den Jahren nicht kleiner – sondern tiefer.

Wichtel-Tipp

Hebe den letzten Brief des Wichtels auf. Im nächsten Jahr kannst du ihn wieder hinlegen – als wäre er frisch angekommen. Kinder, die ihn wiedererkennen, strahlen noch mehr als beim ersten Mal.

Häufige Elternfragen

– Häufig gefragt –
Muss der Wichtel an einem bestimmten Datum gehen?
Nein. Die meisten Wichtel gehen in der Heiligen Nacht oder rund um den 6. Januar – aber du kannst frei entscheiden, was zu eurem Familienrhythmus passt.
Was wenn mein Kind den Wichtel nicht gehen lassen will?
Das ist ein gutes Zeichen. Erkläre ruhig, dass der Wichtel zum Nordpol muss – alle Wichtel kehren dorthin zurück, wenn Weihnachten vorbei ist. Er hat keine Wahl, aber er freut sich schon auf nächstes Jahr.
Soll ich die Wichteltür wegnehmen?
Das musst du nicht. Viele Familien lassen die Tür das ganze Jahr hängen – leer und still. Das gibt dem Kind das Gefühl, dass der Wichtel jederzeit zurückkommen kann.
Was wenn mein Kind älter wird und nicht mehr glaubt?
Dann lade es ein, auf der anderen Seite mitzumachen. Ältere Kinder können selbst Briefe schreiben, Streiche planen, jüngere Geschwister überraschen. Die Magie hört nicht auf – sie verändert sich nur.

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– Aus dem Wichtelwald –

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