Wichtelstreiche Ideen – was macht der Wichtel nachts?
Warum überhaupt Streiche?
Wichtel sind von Natur aus neugierig und ein bisschen frech. Sie erkunden jede Ecke des Hauses, probieren Dinge aus und hinterlassen dabei unweigerlich Spuren. Das ist keine Absicht – das ist einfach Wichtel-Art.
Für Kinder sind diese kleinen Überraschungen am Morgen das Aufregendste der ganzen Adventszeit. Nicht das Geschenk zählt – sondern die Geschichte dahinter.
Du musst nicht jeden Tag etwas machen. Manchmal ist der größte Streich, dass gar nichts passiert ist – und das Kind rätselt, was der Wichtel wohl geplant hat.
Schnelle Streiche für zwischendurch
Diese Streiche sind in unter 5 Minuten vorbereitet – und wirken trotzdem magisch.
- Alle Uhren im Haus auf verschiedene falsche Zeiten stellen – jede eine andere.
- Einen kleinen Wichtelzettel neben die auffälligste Uhr legen: „Heute tickt die Zeit anders."
- Am Morgen nichts sagen – und abwarten, wann dein Kind es bemerkt.
- Wattebausch als Matratze zwischen die Socken legen, kleines Stoffstück als Decke darüber.
- Wichtelleiter über den Schubladenrand hängen – als wäre der Wichtel gerade erst aufgestanden.
- Schublade einen Spalt offen lassen, damit das Kind sie entdecken kann.
- Smiley-Gesicht mit Filzstift auf die Eierschale malen.
- Schale vorsichtig aufknacken und Ei auf einem Teller platzieren.
- Wichtelzettel daneben legen: „Hab ihm einen Witz erzählt … er hat sich kaputtgelacht."
- Mehrere bunte Luftballons aufblasen und in die Waschtrommel legen.
- Die Tür leicht angelehnt lassen, sodass Ballons herausschauen.
- Optional: kleinen Wichtelzettel auf die Maschine kleben – „Ich wollte nur meine Wäsche waschen."
- Klopapierrolle vom Halter nehmen und weglegen.
- Bunte Luftschlangen auf den Halter wickeln und locker herunterhängen lassen.
- Optional: weitere Luftschlangen auf dem Boden verteilen – als wäre die Party gerade zu Ende gegangen.
- Pullover auf Schulterhöhe mit Malerkrepp an die Tür kleben.
- Hose direkt darunter befestigen, Socken unten dran – wie ein unsichtbares Kind.
- Wichtelzettel daneben: „Ich hab schon mal deine Sachen rausgelegt. Bitte schön!"
- Alte Socken über alle vier Beine jedes Stuhls ziehen.
- Gerne bunte, verschiedene Socken nehmen – je bunter desto lustiger.
- Optional: Wichtelzettel auf den Tisch legen – „Den Stühlen war kalt. Ich hab geholfen."
- Kleine Äste sternförmig auf dem Boden vor der Wichteltür auslegen, Teelicht in die Mitte stellen.
- Kleine Tier- oder Wichtelfiguren auf Holzscheiben rund ums Feuer platzieren.
- Zwei aufgeklappte Bücher als Zelte dahinter aufstellen – fertig ist das Wichtellager.
Streiche fürs Badezimmer
Das Badezimmer ist ein Lieblingsort der Wichtel. Hier gibt es so viel zu entdecken.
- Tesafilm in der Länge vom Hahn bis zum Becken abschneiden, klebende Seite nach oben legen und Streusel darauf verteilen.
- Den Streifen am Wasserhahn befestigen, sodass die Streusel scheinbar aus dem Hahn fließen.
- Rund um den Abfluss noch ein paar Streusel verteilen für den vollen Effekt.
- Kleine Gummienten ins Toilettenwasser setzen.
- Eine Miniaturbank oder Stuhl auf den Toilettenrand stellen, dünne Schnur als Angelrute daran befestigen.
- Optional: Wichtelzettel daneben – „Heute ist Angeltag. Bitte nicht stören."
- Einen Streifen Zahnpasta auf jede Zahnbürste drücken.
- Bunte Streusel auf die Zahnpasta streuen, sodass sie haften.
- Zahnbürsten zurück in den Halter stellen – und warten.
- Becher zur Hälfte mit Wasser füllen, Zahnbürsten hineinstellen und über Nacht einfrieren.
- Am nächsten Morgen den gefrorenen Block aus dem Becher lösen und ins Waschbecken stellen.
- Wichtelzettel daneben: „Ich hab euren Zauberstab sichergestellt. Ihr wisst schon warum."
- Zahnpasta-Tube aus dem Bad nehmen und verstecken.
- Senftube an deren Stelle in den Zahnbürstenbecher stellen.
- Wichtelzettel daneben: „Heute mal was anderes probieren. Soll ja gesund sein."
- Klopapier locker aufrollen und zu einem flachen Haufen auf dem Boden formen.
- Schwarze Papieraugen und eine Papier-Karottennase aufkleben, Weihnachtsmütze obenauf legen.
- Wichtelzettel daneben: „Ich hatte einen Schneemann. Leider war's drinnen zu warm."
Streiche in der Küche
Die Küche bietet den meisten Spielraum – hier kann der Wichtel kochen, backen, anrichten oder einfach Chaos verbreiten.
- Mehl, Zucker und Backpulver auf der Küchentheke aufstapeln, Ausstechformen daneben legen.
- Etwas Mehl auf der Theke verteilen, als wäre der Wichtel schon am Werk gewesen.
- Wichtelzettel daneben: „Heute wird gebacken. Ich hab alles vorbereitet. Ihr müsst nur noch anfangen."
- Wackelaugen auf beide Brokkoliröschen kleben, je eins in ein Glas stellen.
- Schere daneben legen, ein paar Brokkolikrimel als „Haare" auf der Theke verteilen.
- Handgeschriebenes Schild aufstellen: „Haar-Salon – heute geöffnet."
- Milchflasche oder -packung öffnen und ein paar Tropfen blaue Lebensmittelfarbe hineingeben.
- Kurz schütteln, damit die Farbe sich verteilt – die Milch sollte leuchtend blau sein.
- Wichtelzettel auf die Flasche kleben: „Ich hab die Milch verzaubert. Schmeckt trotzdem normal."
- Wichtelleiter am Nutellaglas anlehnen, als wäre der Wichtel hinaufgeklettert.
- Mit dem Finger kleine Nutella-Abdrücke auf der Theke machen, die vom Glas zum Brot führen.
- Eine Scheibe Brot anbeißen und hinlegen – fertig ist die Tatort-Szene.
- Zielscheibe aus Papier basteln und auf der Theke aufstellen.
- Tomatenpüree-Tube danebenlegen, etwas Püree rund um die Scheibe verteilen.
- Mit Mehl kleine Fußabdrücke zur Szene führen – als wäre der Wichtel gerade geflohen.
- Alle vier Adventskerzen aus dem Kranz nehmen und weglegen.
- Je eine Karotte in die Kerzenhalter stecken – sie sollten fest sitzen.
- Wichtelzettel daneben: „Ich mag Kerzen nicht. Karotten sind gesünder."
- Gesichter mit Edding auf die Kartoffeln zeichnen – erschrocken oder entsetzt.
- Reibe auf der Theke umkippen, Kartoffeln davor aufstellen als würden sie fliehen.
- Chips aus einer Tüte vor der Reibe verteilen – als wäre die Fabrik schon in Betrieb.
Kreative Streiche mit Basteln
Diese Streiche hinterlassen nicht nur Staunen, sondern auch etwas zum Mitmachen.
- Botschaft mit Zahnstocher in Zitronensaft auf weißes Papier schreiben, trocknen lassen.
- Brief zusammenfalten und mit Anleitung hinlegen: „Halte mich über eine Kerze – dann siehst du alles."
- Kind hält das Papier vorsichtig über die Kerzenflamme – die Schrift erscheint bräunlich.
- Mit dem UV-Stift eine geheime Nachricht auf weißes Papier oder direkt auf eine Wand schreiben.
- UV-Taschenlampe danebenlegen mit Zettel: „Ich habe dir etwas hinterlassen – du siehst es nur im Dunkeln."
- Kind leuchtet mit der Lampe – die Nachricht erscheint magisch blau leuchtend.
- Pullover-Form auf Schrumpffolie zeichnen, ausschneiden und mit Buntstiften bemalen.
- Auf ein Backblech legen und bei ca. 150°C für 3–5 Minuten in den Ofen – bis er geschrumpft ist.
- Mit Wichtelzettel hinlegen: „Ich brauche neue Kleider. Bitte schrumpfe diesen auf meine Größe."
- Kleine Schachtel als Spielfeld aufstellen, zwei Reihen Löcher in die Seitenwände stechen.
- Gummibärchen in zwei Farben auf je einen Holzspieß stecken und durch die Löcher schieben.
- Ein Papierkügelchen als Ball in das Tor legen – fertig ist das Wichtel-Kicker-Turnier.
Streiche rund ums Haus
Der Wichtel macht auch vor dem Rest der Wohnung nicht Halt.
- Selbstklebende Wackelaugen auf jede Frucht im Obstkorb kleben – je zwei pro Frucht.
- Früchte so in den Korb legen, dass alle „Augen" nach oben schauen.
- Optional: Wichtelzettel daneben – „Ich hab ihnen Augen gegeben. Jetzt passen sie auf euch auf."
- Gummibärchen mit kleinen Stückchen Malerkrepp in einem Klettermuster an die Schranktür kleben.
- Mit Mehl einen kleinen Fußabdruck auf den Boden unter der Wand machen.
- Wichtelzettel daneben: „Ich trainiere für den Weihnachtsbaum. Bitte nicht stören."
- Je mehrere Mini-Marshmallows auf jeden Ende eines Schaschlikspießes stecken – das ergibt die Hantel.
- Zwei Holzklötze oder Bauklötze als Ablage aufstellen, Hanteln darauflegen.
- Wichtelzettel daneben: „Kein Pain, kein Gain. – Euer Wichtel, Sportwart"
- Verschiedene Küchenutensilien aus der Schublade holen – Schneebesen, Küchenscere, Schöpfkelle.
- Die Utensilien in die Äste des Weihnachtsbaums hängen, verteilt über den ganzen Baum.
- Wichtelzettel am Baum: „Der Baum fehlte mir noch was. Jetzt ist er perfekt."
- Klopapierrolle nehmen und locker von oben nach unten um den Weihnachtsbaum wickeln.
- Mehrere Bahnen spiralförmig um den Baum legen, locker und dramatisch hängen lassen.
- Wichtelzettel am Baum: „Ich fand den Baum etwas nackt. Jetzt sieht er festlicher aus."
- Kinderschuhe nehmen und mehrere Knallerbsen in die Profilrillen der Sohlen stecken.
- Schuhe wieder an den gewohnten Platz stellen.
- Wichtelzettel daneben: „Heute Morgen gibt's ein kleines Feuerwerk. Ihr werdet es merken."
- Bild eines zerbrochenen Bildschirms im Internet suchen und herunterladen.
- Als Hintergrund- oder Startbild auf dem Fernseher oder Tablet einstellen.
- Wichtelzettel daneben: „Es tut mir leid. Ich wollte nur kurz gucken."
- Karotte auf einen Teller legen und zwei Wackelaugen draufkleben.
- Eine kleine Mütze oder einen Wollschal neben die Karotte legen.
- Wichtelzettel daneben: „Ich hab einen Schneemann gebaut. Leider war's drinnen zu warm."
- Zuckerwürfel zu einer halbkreisförmigen Iglu-Form aufstapeln – von unten nach oben kleiner werdend.
- Ein kleines Spielzeug-Verkehrszeichen oder Andreaskreuz daneben als Absperrung aufstellen.
- Wichtelzettel daneben: „Kein Schnee draußen? Dann eben drinnen. Bitte nicht anfassen."
- Dünne Schnur zwischen zwei Stuhllehnen oder Türgriffen spannen und festknoten.
- Winzige Puppenkleidungsstücke mit kleinen Wäscheklammern an die Schnur hängen.
- Wichtelzettel darunter: „Waschtag. Bitte nicht anfassen – alles ist noch feucht."
Häufige Elternfragen
„Guten Morgen!
Ich war letzte Nacht wieder fleißig. Schau mal genau hin – ich habe etwas hinterlassen. Vielleicht findest du es sofort. Vielleicht musst du ein bisschen suchen.
Wichtel lügen nicht. Aber sie verstecken sich gerne.
– Dein Wichtel"
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